2020

in der Nelkenstr. 26

 

03.04.2020 von 11 - 18Uhr

04.04.2020 von 11 - 18Uhr

Am 03.04.2020 Vorführung und Erklärung eines Rokoko-Kleides von 15Uhr-16Uhr

 

Am 04.04.2020 Vorführung und Erklärung eines Rokoko-Kleides von 14Uhr-15Uhr

 

Mein Atelier befindet sich in der 4.Etage und ist nicht barrierefrei!

 

 

Ausstellung August Kestner Museum Hannover

Vom 05.04. - 06.04.2019

Von 11:00 - 18:00 Uhr

 

 

Hochzeitsmesse Herrenhäuser Gärten am 08.10.2017 von

 11-18 Uhr

 

 

 

Textilmarkt KlosterBrunshausen

Sonderausstellung "Historische Roben"

vom 12.-13.08.2017

 

 

Die Website wird nicht mehr kommerziell genutzt! Sie dient ausschliesslich privat.

Kleidung hat uns viel zu erzählen!

 

Um eine historische Robe authentisch nach zu schneidern, benötigt es eine umfangreiche Recherche. Leidenschaft für Geschichte, insbesondere für Kostümgeschichte, gepaart mit der Bereitschaft sich in vergangene Gesellschaften hinein zu versetzten, handwerkliches Geschick, Kreativität und viel Geduld erwecken eine Robe zum Leben.

 

Aber was ist so interessant an  historischer Kleidung?  Sie ist ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die durch eine strickte Kleiderordnung ihre soziale Stellung sichtbar machte und das gesellschaftliche Miteinander ordnete, was bis in unsere Gegenwart Einfluss hat. Die persönliche Freiheit, sich individuell zu kleiden, war über Jahrhunderte nicht möglich und auch nicht denkbar.

Die Akzeptanz der hierarchischen Ordnung wurde nicht angezweifelt, da sie von Gott gegeben und somit unumstritten war. 

 

Hier eine gesetzl. Anordnung aus dem 13.Jhd.: Sie bezieht sich auf die Kleiderordnung der Bauern.

Ihre Ehefrauen sollen Kleider mit Seidenbesatz nicht tragen. Auch soll keine Ehefrau einen Kopfschleier, wenn er nicht Teil des Kleides ist, zum Kirchgang aufhaben. Erlaubt ist den Bäuerinnen, Mäntel aus Baumwoll- und Lodenstoff zu tragen. (Quelle “Mode im Mittelalter“ Jan Keupp)

 

Auch die Wertigkeit eines Kleidungsstücks hatte eine andere Bedeutung. Stoffe waren so wertvoll (gleich ob samtener oder leinener Stoff) das die Garderobe immer wieder geflickt oder nach der neuesten Mode umgearbeitet und sogar vererbt wurde. Für den Reichen war sein Brokatstoff wertvoll, weil er unermesslich teuer war und für den Armen sein wollener Mantel. Da es fast immer der Einzige war, den er lebenslang besaß.

 

Auch wenn wir heute,  zum Glück nicht mehr diesen strengen Regeln unterliegen, die damals auch unangenehme Konsequenzen mit sich bringen konnten, entscheiden wir uns jeden Tag aufs Neue, bewusst oder unbewusst, wie wir uns darstellen. Bevor wir mit jemanden ins Gespräch kommen, machen wir uns ein Bild von unserem Gegenüber, vor allem  durch seine Kleidung.

 

Sowie Musik in uns Emotionen weckt, können wir auch unsere Gefühle nach außen tragen. Ein buntes Kleid, wenn wir verliebt sind! Oder ein schwarzes, wenn wir trauern!  Mit Kleidung verleihen wir auch unserer politischen und religiösen Einstellung Ausdruck.

 

Berufsstände tragen bestimmte Arbeitskleidung, wie z.B. Uniformen.

 

Oder,  ich finde es schick, mich im britischen Land Stil zu kleiden, weil ich eine Affinität zu Britannien habe.

 

Kleidung kann uns Sicherheit während eines Bewerbungsgesprächs geben oder Unbehagen, wenn man merkt, dass der Dresscode nun so gar nicht zu einer  Situation oder dem Umfeld passt.

 

Kleidung kann aber auch stigmatisieren, wenn Menschen gezwungen werden, bestimmte Kleidungsstücke oder Symbole öffentlich zu tragen.

 

Und was ist heute so spannend an Kleidung? Interessant ist das Spannungsfeld zwischen Kleidung und Gesellschaft. Das heißt, in wie weit nehmen soziale und kulturelle Bedingungen Einfluss auf die Kleidung, der wir keine Wertigkeit mehr verleihen und zum Wegwerfartikel degradiert haben.

 

 

 

 

 

Christina Sophia Amendt

 

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